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Ausführungsbestimmungen
zur Kirchenbuchordnung1#

Vom 12. März 2015

(GVM 2015 Nr. 1 S. 101)

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Auf Grund des § 28 Absatz 2 der Kirchenbuchordnung vom 12. März 20152# (GVM 2015 Nr. 1 S. 93) erlässt der Kirchenausschuss die folgenden Ausführungsbestimmungen:
I.
  1. Gemäß § 4 Absatz 1 KBO3# werden die Amtshandlungen rechtsverbindlich in die Kirchenbücher der Kirchengemeinde eingetragen, in deren Zuständigkeit sie vollzogen worden sind.
    Dabei bestimmt sich die Zuständigkeit bei allen Amtshandlungen grundsätzlich nach dem Ort der Amtshandlung, es sei denn, die Amtshandlung findet an einem nicht kirchlichen Ort statt.
    1. Bei einer Taufe bestimmt sich die Zuständigkeit grundsätzlich nach dem Ort der Amtshandlung, es sei denn, die Taufe findet nicht in einer Kirche statt, sondern an einem anderen Ort (z. B. Taufe in der Weser). In diesem Fall ist die Amtshandlung in das Kirchenbuch der Kirchengemeinde einzutragen, deren Mitglied die getaufte Person wird.
    2. Bei einer Konfirmation bestimmt sich die Zuständigkeit ausschließlich nach dem Ort der Amtshandlung.
    3. Bei einer Trauung bestimmt sich die Zuständigkeit grundsätzlich nach dem Ort der Amtshandlung, es sei denn, die Trauung findet nicht in einer Kirche statt, sondern an einem anderen Ort (z. B. Schiff). In diesem Fall ist die Amtshandlung entweder in das Kirchenbuch der Kirchengemeinde der Ehefrau oder in das Kirchenbuch der Kirchengemeinde des Ehemannes einzutragen.
    4. Bei einer Segnung anlässlich der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft bestimmt sich die Zuständigkeit wie bei einer Trauung. Findet die Segnung an einem anderen Ort als einer Kirche statt, ist sicherzustellen, dass die Kirchengemeinde einer der Lebenspartnerinnen oder eines der Lebenspartner gemäß § 6 Absatz 1 Satz 2 KBO4# ein Kirchenbuch über Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften führt.
    5. Bei einer Bestattung bestimmt sich die Zuständigkeit nach dem Ort der Amtshandlung, wenn diese auf einem kirchlichen Friedhof erfolgt. Findet die Bestattung auf einem nicht kirchlichen Friedhof statt, ist die Amtshandlung in das Kirchenbuch der Kirchengemeinde der verstorbenen Person einzutragen.
  2. Gemäß § 4 Absatz 2 KBO5# trägt die Kirchengemeinde, der das Gemeindeglied angehört, eine Amtshandlung ohne Nummer in ihr Kirchenbuch ein, wenn die Amtshandlung nach § 4 Absatz 1 KBO6# rechtsverbindlich in das Kirchenbuch einer anderen Kirchengemeinde eingetragen wurde. Im Fall der Segnung anlässlich der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist diese Eintragung nur vorzunehmen, wenn die Kirchengemeinde, der das Gemeindeglied angehört, ein entsprechendes Kirchenbuch führt (§ 6 Absatz 1 Satz 2 KBO7#).
  3. Wenn ein Gemeindeglied eine einzelne Amtshandlung von einer oder einem nicht in seiner Gemeinde tätigen Geistlichen in Anspruch nehmen will, darf die oder der erwählte Geistliche die Amtshandlung nur vollziehen, wenn ein Dimissoriale der abgebenden Kirchengemeinde vorliegt8#.
    Eine Amtshandlung, die nicht in der Kirchengemeinde, der das Gemeindeglied angehört, vollzogen worden ist, ist von der Kirchengemeinde, in der die Amtshandlung vorgenommen wurde, der Kirchengemeinde mitzuteilen, der das Gemeindeglied angehört (§ 5 Absatz 2 KBO9#).
II.
Diese Ausführungsbestimmungen treten am 1. Juli 2015 in Kraft. Gleichzeitig tritt das Merkblatt zur Kirchenbuchordnung vom 22. Mai 2008 (GVM 2008 Nr. 2 S. 74) außer Kraft.

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1 ↑ Nr. 10.200.
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2 ↑ Nr. 10.200.
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3 ↑ Nr. 10.200.
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4 ↑ Nr. 10.200.
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5 ↑ Nr. 10.200.
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6 ↑ Nr. 10.200.
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