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Ordnung für die Führung der Kirchenbücher
in der Bremischen Evangelischen Kirche
(Kirchenbuchordnung – KBO)

Vom 12. März 2015

(GVM 2015 Nr. 1 S. 93)

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Abschnitt 1
Allgemeines

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§ 1
Kirchenbücher

( 1 ) Die Kirchenbücher dienen der Beurkundung kirchlicher Amtshandlungen.
( 2 ) Kirchliche Amtshandlungen im Sinne der Kirchenbuchordnung sind:
  1. die Taufe,
  2. die Konfirmation,
  3. die Trauung,
  4. die Bestattung.
( 3 ) Sofern in einer Gemeinde Segnungen anlässlich der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften) durchgeführt werden, gelten diese ebenfalls als Amtshandlungen im Sinne der Kirchenbuchordnung.
( 4 ) 1 Eine Amtshandlung, die in das Kirchenbuch eingetragen worden ist, gilt als ordnungsgemäß vorgenommen. 2 Ist eine Amtshandlung nicht in das Kirchenbuch eingetragen worden, so wird ihre Gültigkeit davon nicht berührt.
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§ 2
Verzeichnisse

( 1 ) Ein Verzeichnis der Austritte aus der Kirche sowie ein Verzeichnis der Aufnahmen und Wiederaufnahmen in die Kirche sind in der Kirchenkanzlei zu führen.
( 2 ) Neben den Kirchenbüchern und den beiden gemäß Absatz 1 in der Kirchenkanzlei zu führenden Verzeichnissen können von den Gemeinden weitere Verzeichnisse geführt werden wie
  1. Abendmahlsverzeichnis (Kommunikantenverzeichnis),
  2. Familienverzeichnis,
  3. Verzeichnis der gottesdienstlichen Feiern anlässlich der Eheschließung,
  4. Verzeichnis der gottesdienstlichen Feiern anlässlich der Segnung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft,
  5. Sakristeiverzeichnis.
( 3 ) Für die Führung der Verzeichnisse gelten die Bestimmungen für die Kirchenbuchführung entsprechend.
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Abschnitt 2
Gemeinsame Bestimmungen

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§ 3
Zuständigkeit

( 1 ) 1 Die Kirchenbücher werden in den Kirchengemeinden von der zuständigen Kirchenbuchführerin oder vom zuständigen Kirchenbuchführer geführt (kirchenbuchführende Stelle). 2 Die Führung der Kirchenbücher mehrerer Kirchengemeinden kann einer gemeinsamen Stelle übertragen werden.
( 2 ) 1 Kirchenbuchführerin oder Kirchenbuchführer ist
  1. die zuständige Pfarrerin oder der zuständige Pfarrer oder
  2. eine vom Leitungsorgan der Kirchengemeinde bestellte Person.
2 Name und Amtsdauer der jeweiligen Kirchenbuchführerin oder des jeweiligen Kirchenbuchführers sind in den Kirchenbüchern zu vermerken.
( 3 ) Nicht als Kirchenbuchführerin oder Kirchenbuchführer im Sinne dieser Ordnung gilt eine von der zuständigen Kirchenbuchführerin oder vom zuständigen Kirchenbuchführer (Absatz 2 Satz 1) nur mit Eintragungen beauftragte Hilfskraft.
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§ 4
Eintragung in die Kirchenbücher

( 1 ) 1 Die Amtshandlungen werden in die Kirchenbücher der Kirchengemeinde eingetragen, in deren Zuständigkeit sie vollzogen worden sind. 2 Die Eintragungen sind jahrgangsweise mit laufender Nummer zu versehen.
( 2 ) 1 Die Kirchengemeinde, der das Gemeindeglied angehört, trägt eine Amtshandlung, die nach Absatz 1 rechtsverbindlich in das Kirchenbuch einer anderen Kirchengemeinde eingetragen wurde, ohne Nummer in ihr Kirchenbuch ein. 2 Im Fall der Segnung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist diese Eintragung nur vorzunehmen, wenn die Kirchengemeinde, der das Gemeindeglied angehört, ein entsprechendes Kirchenbuch führt (§ 6 Absatz 1 Satz 2).
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§ 5
Mitteilungen von Eintragungen

( 1 ) Kirchenbuchführende Stellen sind zur Zusammenarbeit verpflichtet.
( 2 ) Eine Amtshandlung, die nicht in der Kirchengemeinde, der das Gemeindeglied angehört, vollzogen worden ist, ist innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland von der Kirchengemeinde, in der die Amtshandlung vorgenommen wurde, der Kirchengemeinde mitzuteilen, der das Gemeindeglied angehört.
( 3 ) Die kirchenbuchführenden Stellen sind verpflichtet, die sich aus den Kirchenbüchern ergebenden Daten über Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften und Bestattungen sowie die sich aus Verzeichnissen ergebenden Daten über Aufnahmen, Wiederaufnahmen und Austritte von Kirchenmitgliedern umgehend der Stelle mitzuteilen, die das Gemeindegliederverzeichnis führt.
( 4 ) 1 Mitgliedschaftsbegründende Vorgänge (Taufe, Aufnahme und Wiederaufnahme) sind von der Kirchenkanzlei der für den Wohnsitz zuständigen Meldebehörde zur Fortschreibung des Melderegisters mitzuteilen. 2 Mitteilungen erfolgen auch an die Stellen, die mit der Verwaltung der Kirchensteuer beauftragt sind.
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§ 6
Form der Kirchenbücher

( 1 ) 1 Für jede Art von Amtshandlungen (§ 1 Absatz 2) ist ein eigenes Kirchenbuch gemäß §§ 12 ff. zu führen. 2 Sofern Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften durchgeführt werden, wird für diese ebenfalls ein eigenes Kirchenbuch geführt.
( 2 ) 1 Für die Erfassung von Amtshandlungen und zur Erstellung von Kirchenbüchern ist das vom Kirchenausschuss freigegebene EDV-Programm zu verwenden. 2 Die Kirchenbücher werden in Loseblattform geführt. 3 Die losen Blätter sind in angemessenen Zeitabständen, mindestens alle fünf Jahre, fest zu binden.
( 3 ) 1 Für die Kirchenbücher ist alterungsbeständiges Papier zu verwenden. 2 Die Schreibmittel oder Drucktechniken müssen dokumentenecht sein.
( 4 ) 1 Wollen Kirchengemeinden neben dem Kirchenbuch nach Absatz 2 ein Kirchenbuch in Buchform führen, ist das vom Kirchenausschuss ausgegebene Muster zu verwenden. 2 Das Kirchenbuch in Buchform dient lediglich der freiwilligen zusätzlichen Dokumentation.
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§ 7
Zeitpunkt der Eintragung

( 1 ) 1 Die Amtshandlungen sind unverzüglich in die Kirchenbücher einzutragen. 2 Die in § 5 genannten Stellen sind umgehend zu benachrichtigen.
( 2 ) 1 Ist die Eintragung unterblieben, so ist sie auf Grund der schriftlichen Angaben der Person, die die Amtshandlung vollzogen hat, oder auf Grund von Zeugenerklärungen oder Urkunden nachzuholen. 2 Die Grundlage für die nachträgliche Eintragung ist im Kirchenbuch in der Spalte „Bemerkungen“ genau zu bezeichnen.
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§ 8
Unterlagen für die Eintragung

( 1 ) Unterlagen für die Eintragung von Amtshandlungen mit Nummer sind die schriftlichen Bestätigungen der Person, die die Amtshandlung vollzogen hat, und die vom Standesamt für kirchliche Zwecke ausgestellten Bescheinigungen.
( 2 ) Die Bestätigung hat auf den kirchlichen Formularen zu erfolgen; § 9 Absatz 1 gilt entsprechend.
( 3 ) 1 Die Person, die die Amtshandlung vollzogen hat, ist für die Vollständigkeit und Richtigkeit der für die Eintragung erforderlichen Angaben verantwortlich. 2 Können notwendige Angaben für die Eintragung nicht nachgewiesen werden, ist dies in der Spalte „Bemerkungen“ zu erläutern.
( 4 ) Unterlagen für die Eintragung ohne Nummer sind die Mitteilungen anderer kirchenbuchführender Stellen über vollzogene Amtshandlungen.
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§ 9
Form der Eintragung

( 1 ) 1 Die Eintragung hat mit dem Inhalt der Unterlagen übereinzustimmen; Personen- und Ortsnamen sind buchstabengetreu wiederzugeben. 2 In Zweifelsfällen sind die standesamtlichen Bescheinigungen maßgeblich.
( 2 ) 1 Bei der Angabe des Bekenntnisses wird nur die rechtliche Zugehörigkeit zu einer Kirche oder einer Religionsgemeinschaft eingetragen. 2 Wer keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft angehört, ist als „konfessionslos“ zu bezeichnen.
( 3 ) 1 Jede einzelne Eintragung ist von der Kirchenbuchführerin oder vom Kirchenbuchführer zu unterschreiben. 2 Die Benutzung eines Namensstempels ist unzulässig.
( 4 ) 1 Für jedes Kirchenbuch ist ein alphabetisches Namensverzeichnis zu führen. 2 In das Namensverzeichnis zum Traubuch und zum Buch über Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften sind auch weitere frühere Namen einzutragen.
( 5 ) Am Schluss eines Jahrgangs hat die Kirchenbuchführerin oder der Kirchenbuchführer die Vollzähligkeit der Eintragungen mit Datum, Siegel und Unterschrift zu bescheinigen.
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§ 10
Ergänzung, Berichtigung, Sperrvermerk

( 1 ) 1 Ergänzungen, Berichtigungen und Sperrvermerke sind in folgenden Fällen zulässig:
  1. Berichtigung offensichtlicher Schreibfehler,
  2. Berichtigung nachträglich bescheinigter, inhaltlich unrichtiger oder unvollständiger Eintragungen,
  3. Eintragung nachträglicher, vom Standesamt beurkundeter Änderungen des Personenstandes, des Namens oder anderer Angaben.
2 Sperrvermerke sind auf amtliche Veranlassung oder in besonders begründeten Fällen auf Antrag einzutragen. 3 Die Eintragung erfolgt in der Spalte „Bemerkungen“, beginnt mit dem Wort „Sperrvermerk“, nennt den Sachverhalt sowie die Veranlassung und ist von der Kirchenbuchführerin oder vom Kirchenbuchführer mit Datum zu unterschreiben.
( 2 ) 1 Ergänzungen und Berichtigungen erfolgen nur in Form einer Richtigstellung in der Spalte „Bemerkungen“. 2 Die Richtigstellung nennt den Sachverhalt und die Unterlage, auf die sie sich bezieht, und ist von der Kirchenbuchführerin oder vom Kirchenbuchführer mit Datum zu unterschreiben. 3 Bei Kirchenbuchführung in Loseblattform (EDV-gestützte Verfahren) sind Sperrvermerke und Richtigstellungen auf dem Kirchenbuchblatt unter Angabe des Datums vorzunehmen. 4 Unzulässig ist jede Veränderung des Textes durch Radieren, Überkleben oder Ausstreichen, durch Verbessern, Markieren oder Nachzeichnen der Schriftzüge sowie das Heraustrennen von Blättern.
( 3 ) Wird ein Blatt überschlagen oder muss eine irrtümlich begonnene Eintragung abgebrochen werden, ist das Blatt oder die Eintragung durchzustreichen und der Sachverhalt zu vermerken.
( 4 ) Bei Einsatz eines EDV-gestützten Verfahrens ist sicherzustellen, dass nachträgliche Änderungen und Berichtigungen von Eintragungen im Datenbestand eindeutig erkennbar sind und der ursprüngliche Text erhalten bleibt.
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§ 11
Aufbewahrung und Sicherung

( 1 ) 1 Die Kirchenbücher sind in verschließbaren, feuerhemmenden Schränken in sauberen, trockenen und belüftbaren kirchlichen Amtsräumen sorgfältig und dauernd aufzubewahren. 2 Schadhafte Bände sind im Einvernehmen mit dem Landeskirchlichen Archiv zu restaurieren.
( 2 ) 1 Kirchenbücher dürfen nur bei dringender Gefahr (Feuer, Wasser usw.) oder auf Anordnung oder Anforderung des Kirchenausschusses oder mit dessen Zustimmung von ihrem Aufbewahrungsort entfernt werden. 2 Die Ausleihe an Dritte ist untersagt.
( 3 ) 1 Unterlagen nach § 8 Absatz 1 und 4 müssen nicht dauernd aufbewahrt werden. 2 Die Aufbewahrungsfrist beträgt mindestens zwei Jahre nach Abschluss des Jahrgangs. 3 Die Frist beginnt für Kirchenbücher in Loseblattform erst nach dem Einbinden.
( 4 ) 1 Zur Sicherung der Kirchenbücher und Verzeichnisse sind Zweitüberlieferungen (z. B. Sicherungsfilme) zu schaffen; diese sind im Landeskirchlichen Archiv aufzubewahren. 2 Abgeschlossene Kirchenbücher und Verzeichnisse sind dem Landeskirchlichen Archiv für die Sicherungsverfilmung zur Verfügung zu stellen.
( 5 ) Der Verlust von Kirchenbüchern und Verzeichnissen ist dem Kirchenausschuss unverzüglich anzuzeigen.
( 6 ) Für die Führung EDV-gestützter Kirchenbücher gelten die Bestimmungen des Kirchengesetzes über den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD-Datenschutzgesetz – DSG-EKD)2# und die von der Bremischen Evangelischen Kirche für ihren Bereich erlassenen ergänzenden Durchführungsbestimmungen3#.
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Abschnitt 3
Einzelheiten zur Führung der Kirchenbücher und Verzeichnisse

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A. Taufbuch

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§ 12
Angaben für das Taufbuch

( 1 ) In das Taufbuch sind einzutragen:
  1. Familienname und Vornamen des Täuflings,
  2. Anschrift des Täuflings, bei Kindtaufen die der Erziehungsberechtigten,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Standesamtseintrag: Ort, Nummer, Datum,
  5. Ort, Kirche oder sonstige Taufstätte und Tag der Taufe,
  6. Taufkonfession,
  7. Angaben über die Erziehungsberechtigten:
    1. Vornamen und Familienname (Ehename/Lebenspartnerschaftsname, Geburtsname, persönlich geführter Name),
    2. Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Religionsgemeinschaft,
  8. Angaben über die Patinnen und Paten:
    1. Vor- und Familiennamen,
    2. Zugehörigkeit zu einer Kirche,
  9. Taufspruch,
  10. Name der Person, die die Taufe vollzogen hat,
  11. in der Spalte „Bemerkungen“ u. a.
    1. Namen von Pflegeeltern,
    2. Änderungen des Namens,
    3. Sperrvermerke,
    4. Berichtigungen.
( 2 ) Bei religionsmündigen Kindern und bei Erwachsenen entfallen die Angaben nach Absatz 1 Nummer 7 und 8.
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§ 13
Nottaufen

Bei Nottaufen sind neben den Angaben nach § 12 der Name der oder des Taufenden und der Pfarrerin oder des Pfarrers, die oder der die Nottaufe bestätigt hat, einzutragen.
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§ 14
Annahme als Kind (Adoption)

( 1 ) Bei Annahme als Kind (Adoption) vor der Taufe kann die Eintragung der leiblichen Eltern mit ihrer Zustimmung auf Wunsch der Adoptiveltern erfolgen.
( 2 ) 1 Sollen bei Adoption nach der Taufe die Namen der leiblichen Eltern im Interesse des Täuflings nicht bekannt werden, so ist auf amtliche Veranlassung oder auf Antrag ein entsprechender Sperrvermerk in die Spalte „Bemerkungen“ aufzunehmen. 2 Antragsberechtigt ist die gesetzliche Vertreterin oder der gesetzliche Vertreter des Kindes oder das Jugendamt.
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B. Konfirmationsbuch

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§ 15
Angaben für das Konfirmationsbuch

In das Konfirmationsbuch sind einzutragen:
  1. Familienname und Vornamen der oder des Konfirmierten,
  2. Anschrift,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Ort und Tag der Taufe,
  5. Taufkonfession,
  6. Ort, Kirche und Tag der Konfirmation,
  7. Konfirmationsspruch,
  8. Angaben über die Erziehungsberechtigten: Vornamen und Familienname (Ehename/Lebenspartnerschaftsname, Geburtsname, persönlich geführter Name),
  9. Name der Person, die die Konfirmation vollzogen hat.
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C. Traubuch

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§ 16
Angaben für das Traubuch

In das Traubuch sind einzutragen:
  1. Familiennamen (Ehename, Geburtsnamen, persönlich geführte Namen) und Vornamen der Eheleute,
  2. Konfession,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Ort und Tag der Taufe,
  5. Anschrift,
  6. Standesamtseintrag: Ort, Nummer, Datum,
  7. Ort, Kirche oder sonstige Traustätte und Tag der Trauung,
  8. Traukonfession,
  9. Trauspruch,
  10. Name der Person, die die Trauung vollzogen hat,
  11. in die Spalte „Bemerkungen“ u. a.
    1. Hinweis auf Dispens,
    2. Mitwirkung von Geistlichen anderer Kirchen.
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D. Buch über Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften

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§ 17
Angaben für das Buch über Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften

In das Buch über Segnungen eingetragener Lebenspartnerschaften sind einzutragen:
  1. Familiennamen (Lebenspartnerschaftsname, Geburtsnamen, persönlich geführte Namen) und Vornamen der eingetragenen Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner,
  2. Konfession,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Ort und Tag der Taufe,
  5. Anschrift,
  6. Standesamtseintrag: Ort, Nummer, Datum,
  7. Ort, Kirche oder sonstige Segnungsstätte und Tag der Segnung,
  8. Konfession der Segnung,
  9. Spruch zur Segnung,
  10. Name der Person, die die Segnung vollzogen hat,
  11. in die Spalte „Bemerkungen“ u. a.
    Mitwirkung von Geistlichen anderer Kirchen.
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E. Bestattungsbuch

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§ 18
Angaben für das Bestattungsbuch

In das Bestattungsbuch sind einzutragen:
  1. Familienname, ggf. Geburtsname, Vornamen der oder des Verstorbenen,
  2. letzte Anschrift,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Konfession,
  5. Familienstand,
  6. Ort und Tag des Todes,
  7. Standesamtseintrag: Ort, Nummer, Datum,
  8. Ort und Tag der Amtshandlung,
  9. bei Minderjährigen Namen der Erziehungsberechtigten,
  10. Name der Person, die die Bestattung vollzogen hat,
  11. in die Spalte „Bemerkungen“ u. a.
    1. Ort der Beisetzung,
    2. bei Feuerbestattung eventuelle spätere Urnenbeisetzung,
    3. Mitwirkung von Geistlichen anderer Kirchen.
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§ 19
Eintragung in besonderen Fällen

( 1 ) 1 Werden bei Einäscherungen (Feuerbestattungen) Trauerfeier und Urnenbeisetzung als Amtshandlung vollzogen, so wird nur eine als Amtshandlung eingetragen. 2 Die andere Amtshandlung wird in der Spalte „Bemerkungen“ mit Angabe von Ort, Tag und Name der Person, die die Amtshandlung vorgenommen hat, nachgetragen.
( 2 ) Bei anderen Arten der Bestattung ist Absatz 1 entsprechend anzuwenden.
( 3 ) Bestattungen von Totgeburten sind in das Bestattungsbuch einzutragen.
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F. Verzeichnis der Aufnahmen und Wiederaufnahmen

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§ 20
Angaben für das Verzeichnis der Aufnahmen und Wiederaufnahmen

( 1 ) In das Verzeichnis der Aufnahmen und Wiederaufnahmen sind Aufnahmen und Wiederaufnahmen einzutragen.
( 2 ) In das Verzeichnis der Aufnahmen und Wiederaufnahmen sind einzutragen:
  1. Familienname, ggf. Geburtsname, Vornamen,
  2. Anschrift,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Ort und Tag der Taufe, Konfession,
  5. Ort und Tag des Austritts,
  6. bisherige Zugehörigkeit zu einer Kirche oder religiösen Gemeinschaft,
  7. Ort und Tag der Aufnahme.
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G. Verzeichnis der Austritte aus der Kirche

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§ 21
Angaben für das Verzeichnis der Austritte aus der Kirche

( 1 ) In das Verzeichnis der Austritte aus der Kirche sind einzutragen:
  1. Familienname, ggf. Geburtsname, Vornamen,
  2. Anschrift,
  3. Ort und Tag der Geburt,
  4. Ort und Tag der Taufe,
  5. Ort und Tag des Austritts aus der Kirche,
  6. amtliche Stelle (Standesamt, Kirchenkanzlei, Notarin oder Notar).
( 2 ) Unterlage für die Eintragung in das Verzeichnis der Austritte ist die amtliche Bescheinigung über die Erklärung des Austritts.
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Abschnitt 4
Benutzung der Kirchenbücher und Verzeichnisse, Bescheinigungen und Abschriften

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§ 22
Benutzung der Kirchenbücher und Verzeichnisse

( 1 ) 1 Von Eintragungen in Kirchenbüchern und Verzeichnissen können Berechtigten von Amts wegen oder auf Antrag Bescheinigungen und Abschriften ausgestellt oder Auskünfte erteilt werden. 2 Die Anfertigung fotomechanischer Kopien ist grundsätzlich unzulässig.
( 2 ) 1 Für die Einsichtnahme in Kirchenbücher und Verzeichnisse, die vor Inkrafttreten des Personenstandsgesetzes am 1. Januar 1876 geführt wurden, sind die Bestimmungen des kirchlichen Archivrechts anzuwenden. 2 Für die Auskunft aus Kirchenbüchern und Verzeichnissen, die seit dem 1. Januar 1876 geführt werden, gelten die Bestimmungen des Personenstandsgesetzes entsprechend.
( 3 ) Anträge sollen ausreichende Angaben zum Zweck der Benutzung und zur Ermittlung der Eintragung enthalten.
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§ 23
Bescheinigungen

( 1 ) 1 Bescheinigungen (Kirchenbuchauszüge) geben den wesentlichen Inhalt der Eintragungen wieder. 2 Sie haben die gleiche Beweiskraft wie die Eintragungen, nach denen sie gefertigt sind.
( 2 ) Bescheinigungen dürfen auf Grund von Zweitüberlieferungen (§ 11 Absatz 4) nur ausgestellt werden, wenn die Originale vernichtet, abhandengekommen oder aus anderen Gründen unzugänglich sind.
( 3 ) 1 Bei Namensänderungen wird nur der zum Zeitpunkt der Ausstellung der Bescheinigung gültige Name wiedergegeben. 2 Bei angenommenen Personen (Adoptierten) werden als Eltern nur die Annehmenden (Adoptiveltern) wiedergegeben.
( 4 ) 1 Für Gemeinden und Gemeindeteile, die umbenannt worden sind, ist in Bescheinigungen der Name zu benutzen, der bei der Eintragung verwandt wurde. 2 Der neue Name kann in Klammern mit dem Zusatz „jetzt“ hinzugefügt werden.
( 5 ) Bei jeder Bescheinigung ist anzugeben, ob sie auf Grund einer Kirchenbucheintragung mit oder ohne Nummer, nach der Zweitüberlieferung oder nach einem Verzeichnis ausgestellt ist.
( 6 ) 1 Bescheinigungen sind unter Angabe von Ort und Datum von der Kirchenbuchführerin oder vom Kirchenbuchführer zu unterschreiben und mit dem Gemeindestempel zu versehen. 2 Es soll das kirchliche Formular verwendet werden. 3 Die Benutzung eines Namensstempels ist nicht zulässig.
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§ 24
Abschriften

( 1 ) Von den Kirchenbucheintragungen mit Nummer können auf Antrag Abschriften gefertigt werden.
( 2 ) 1 Abschriften sind als solche zu bezeichnen und mit der Quellenangabe (Fundstelle) zu versehen. 2 Sie sind vollständige, wortgetreue, bei Personen- und Ortsnamen buchstabengetreue Wiedergaben der Eintragungen einschließlich zugehöriger Spaltenüberschriften.
( 3 ) 1 Beglaubigte Abschriften sind unter Angabe von Ort und Datum von der zuständigen Kirchenbuchführerin oder vom zuständigen Kirchenbuchführer zu unterschreiben und zu siegeln. 2 Die Benutzung eines Namensstempels ist nicht zulässig. 3 Die Beglaubigung lautet: „Es wird beglaubigt, dass die vorstehende Abschrift mit der Eintragung im Originalkirchenbuch (Originalverzeichnis) der Kirchengemeinde …, Jahrgang …, Monat …, Seite …, Nummer … übereinstimmt.“
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§ 25
Berechtigte

( 1 ) Den Personen, auf die sich die Eintragung bezieht, ihren gesetzlichen Vertreterinnen oder Vertretern oder bei nachgewiesenem Interesse den nächsten Angehörigen ist eine Bescheinigung auszustellen.
( 2 ) Im Übrigen werden Bescheinigungen und Abschriften nur erteilt an
  1. Personen, auf die sich die Eintragung bezieht, sowie für ihre Ehepartnerinnen oder Ehepartner, eingetragenen Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner, Vorfahren und Abkömmlinge, ferner an die von diesen Personen Bevollmächtigten,
  2. Personen, die ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen, aus Kirchenbüchern und Verzeichnissen, die vor dem 1. Januar 1876 geführt wurden, in Anwendung des kirchlichen Archivrechts,
  3. Personen, die ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen, aus Kirchenbüchern und Verzeichnissen, die seit dem 1. Januar 1876 geführt werden, in entsprechender Anwendung des Personenstandsgesetzes,
  4. Behörden im Rahmen ihrer Zuständigkeit.
( 3 ) 1 Ist ein Sperrvermerk eingetragen, so darf von der gesperrten Eintragung nur der Person, auf die sich die Eintragung bezieht, sowie Behörden im Rahmen ihrer Zuständigkeit und bei minderjährigen oder betreuten Personen dem Vormund, deren gesetzlichen Vertreterinnen oder Vertretern oder bestellten Betreuerinnen oder Betreuern eine Bescheinigung oder Abschrift ausgestellt oder Auskunft erteilt werden. 2 Diese Beschränkung entfällt mit dem Tode der Person, auf die sich die Eintragung bezieht.
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§ 26
Auskünfte

( 1 ) 1 Auskünfte aus Kirchenbüchern können an die nach § 25 Absatz 2 Berechtigten auf Antrag mündlich oder schriftlich in unbeglaubigter Form erteilt werden. 2 Die Erteilung von Auskünften beschränkt sich auf die Beantwortung bestimmter Einzelfragen. 3 Werden Auskünfte aus dem Taufbuch erbeten, ist sicherzustellen, dass im Falle einer Adoption keine Tatsache offenbar werden darf, die geeignet ist, die Adoption und ihre Umstände aufzudecken.
( 2 ) Daten, die in staatlichen Personenstandsregistern geführt werden, sind bei den dafür zuständigen staatlichen Stellen zu erfragen.
( 3 ) Auskünfte zu Zwecken der Familienforschung über noch lebende Personen werden nicht erteilt.
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§ 27
Gebühren

( 1 ) Den Personen, auf die sich die Eintragung bezieht, ihren gesetzlichen Vertreterinnen oder Vertretern oder nächsten Angehörigen ist nach Vollzug einer Amtshandlung oder zur Vorlage für kirchliche Zwecke eine Bescheinigung gebührenfrei auszustellen.
( 2 ) Im Übrigen können Gebühren nach Maßgabe der Gebührenordnung für die Benutzung kirchlicher Archive4# erhoben werden.
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Abschnitt 5
Schlussbestimmungen

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§ 28
Inkrafttreten, Ausführungsbestimmungen

( 1 ) 1 Diese Ordnung tritt am 1. Juli 2015 in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Kirchenbuchordnung vom 22. Mai 2008 (GVM 2008 Nr. 2 S. 74) außer Kraft.
( 2 ) Der Kirchenausschuss erlässt die zur Ausführung dieser Ordnung erforderlichen Bestimmungen.

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1 ↑ Nr. 3.200.
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2 ↑ Nr. 9.100.
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3 ↑ S. Nr. 9.104 ff.
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4 ↑ Nr. 10.430.